Burkhard Müller „B - eine deutsche Reise“
Burkhard Müller lehrt Latein an der Technischen Universität Chemnitz und ist Autor und Kritiker der „Süddeutschen Zeitung“. Schon legendär ist die Lesereihe "Müller und Bockelmann lesen und stellen vor" zu der regelmäßig über 100 Zuhörer kommen. Er ist Autor einer Reihe von Büchern „Xerxes (2004) und „Lufthunde“ (2008) und wurde 2008 mit den Alfred –Kerr-Preis für Literaturkritik ausgezeichnet.
Das Buch: Wer heute reist, will schnell ans Ziel. Ob er die Autobahn wählt, das Flugzeug oder den ICE, stets wird der durchmessene Raum zum Störfaktor, den es zu überwinden gilt. Burkhard Müller bereist Deutschland auf andere Art. Dafür hat er es im Wortsinne erfahren: auf den Überlandstraßen, den mit einem B gekennzeichneten Bundes und Fernstraßen, die das Land mit einem Netz aus Geschichte und Geschichten überziehen. Etwa die B 2, die längste deutsche Straße, die von der Ostsee bis nach Tirol führt, die B 8 von Passau bis an den Niederrhein oder die B 19 vom Kleinen Walsertal zur Wartburg. Wer sich ihren langen, unerwarteten Trassenführungen überlässt, lernt unser Land in seiner ganzen räumlichen und zeitlichen Tiefe kennen – er durchquert das Neandertal und stößt auf das Schlachtfeld von Jena, wo Preußen Napoleon unterlag; er begegnet dem höchsten Kirchturm der Welt, durchmisst das komplette Berlin und nimmt sein Nachtquartier im Westerwald. Und beginnt den immer noch zerklüfteten deutschen Osten genauso zu begreifen wie den verschämten Charme der westdeutschen fünfziger Jahre. Ein faszinierend anderer Blick auf das scheinbar Vertraute – und eine deutsche Heimaterkundung der besonderen Art.
Das Buch erscheint ab 17.09.2010 im Rowohlt Verlag.
Eine Veranstaltung der Buchhandlung UNIVERSITAS in Kooperation mit der Stadtbibliothek Chemnitz.
Zeit: Freitag, 17. September 2010, 20:00 Uhr
Ort: Stadtbibliothek im TIETZ, Veranstaltungssaal
Eintritt: 5,- / ermäßigt: 3,- €
Reservierung unter: 0371 488 4222
Leichte Küche
"Kochlust" - eine neue Reihe von Kochbüchern aus dem Hause Dorling Kindersley. Jedes Gericht mit einer großen, oft ganzseitigen, farbigen Abbildung und bebilderten Schritt für Schritt Anleitungen. Viele der enthaltenen Gerichte sind der asiatischen Küche zuzuordnen. Z.B: "Lamm-Couscous indischer Art" oder "Japanischer Nudelsalat mit Garnelen". Geordnet sich die Rezepte ja nach Geschmack und Vorlieben in Rubriken wie Suppen, Salate, Gerichte mit Fleisch, Gerichte mit Fisch, Vegetarische Gerichte, Desserts u.a.
Insgesamt ein gelungenes Kochbuch das wirklich Lust aufs Kochen macht - aber noch viel mehr Lust aufs Verzehren dieser leckeren Speisen.
Weitere Titel dieser Reihe werden demnächst erscheinen und in den Bestand der Bibliothek aufgenommen.
Generalplan Ost. Die Region Zamość: Sonderlaboratorium der SS
Zwei Amateurfotografen, Feliks Łukowski, polnischer Lehrerstudent und in der Untergrundbewegung aktiv, ein Deutscher, Kurt Goldmann, im zivilen Leben Lehrer, jetzt als deutscher Wehrmachtssoldat für die Sicherung des Bahnhofs Werbkovice bei Zamość eingesetzt, dokumentieren den Alltag in den Dörfern um die polnische Stadt Zamość in den Jahren 1939 bis 1945. Aus dem Spannungsfeld zwischen diesen beiden Welt(an)sichten bezieht diese Ausstellung ihre spezielle Wirkung.
Die Region Zamość war das erste Gebiet, in dem die ziele des Generalplans Ost des Reichskommissariat für die Festigung des deutschen Volkstums“ umfassend umgesetzt wurden. Dies hieß zuallererst „Selektion nach rassistischen Gesichtspunkten“: Ermordung der Juden, Vertreibung der Polen – oft in die Zwangsarbeit nach Deutschland – und Ansiedlung „deutschstämmiger“ Neusiedler aus der Sowjetunion. Polnische Kinder, die als „arisierungsfähig“ galten, wurden ihren Eltern entrissen und in deutsche Familein im Reichsgebiet zur „Umerziehung“ gegeben. Heute sind diese in Polen als „Die Kinder von Zamość“ bekannt.
Eine Ausstellung von Lea Goldmann (Enkelin Kurt Goldmanns) u. Dipl. Historiker Konstantin Leinhos.
1. – 28. September 2010
Stadtbibliothek im TIETZ, Bereich Wissenschaft & Technik
Zur Eröffnung der Ausstellung am Mittwoch, 1. September, 19:00 Uhr gibt es eine Sonderveranstaltung der Reihe Chemnitzer Köpfe zu Friedrich Goldmann.
Friedrich Goldmann (1941- 2009), war Kruzianer, später international als Komponist und Dirigent tätiger deutscher Repräsentant Neuer Musik. Zu seinem Lebenswerk zählen sinfonische und kammermusikalische Werke.
Die Vernissage der Ausstellung „GENERALPLAN OST – DIE REGION ZAMOSZ“ richtet sich in besonderer Weise auf das Zeitgeschehen zurückliegender Jahrzehnte, denn der Vater Friedrich Goldmanns war als Wehrmachtsangehöriger der Fotograf der gezeigten Kriegsbilder. Der fotografierende Siegmarer Lehrer KURT GOLDMANN (1897-1945 ) schickte seine Kriegsszenenfotos jeweils mit privaten Briefen „per Feldpost“ in die Heimat. In Anwesenheit der Nichte LEA GOLDMANN skizziert Prof. Dr-phil. CHRISTOPH SRAMEK (*1950 Chemnitz) Werk und Wirkung des Künstlers, der mit Orchester- und Vokalmusik nachhaltig im modernen Kulturfundus von seinem Platz ausstrahlt.
3 Minuten für alle Sinne
Unkomplizierte und mit wenig Zeitaufwand durchführbare Spiel sind in diesem Titel von Jutta Bläsius gesammelt. Sie sollen Kindergarten- und Grundschulkindern helfen ihre Wahrnehmung zu fördern und Ihre Sinne zu trainieren.
Gisela May "Es wechseln die Zeiten"
In der Hauptrolle der "Mutter Courage" am Berliner Ensemble feierte sie triumphale Erfolge. Die gefragte Schauspielerin und Chansonsängerin Gisela May begeistert jedes Publikum bei ihren Soloauftritten im In- und Ausland. Außerdem beweist sie ihr komisches Talent als "Muddi" in der TV-Kultserie "Adelheid und ihre Mörder". In heiteren Anekdoten und bewegenden Erinnerungen nimmt uns die große Künstlerin mit in ihre Welt.
Das anschließende Gespräch führt Dorothee Lücke.
Ort: Das Tietz, Stadtbibliothek, Mritzstraße 20, 09111 Chemnitz
Zeit: Donnerstag, 2. September, 19:00 Uhr
Eintritt: 10,- / ermäßigt 8,- EUR
Einsiedlerkrebse
"Nach dem Tod der Mutter meiden die Brüder Margido und Erlend den heruntergekommenen Familienhof Byneset nahe Trondheim. Beide führen auf ihre Weise ein erfülltes Leben. Während Margido, ein Bestattungsunternehmer, seinen Beruf mit fast religiöser Hingabe zelebriert, genießt der schwule Schaufensterdekorateur Erlend das Leben in vollen Zügen. Beide ahnen nicht, dass sich auf dem maroden Hof eine Tragödie anbahnt. Seit dem Tod der Mutter und dem schockierenden Geständnis des vermeintlichen Vaters, lebt ihr ältester Bruder, der Schweinezüchter Tor, zusammen mit eben diesem, seit jeher verhassten, Vater allein auf dem Hof. Tors Tochter Torunn versucht in dem konfliktgeladenen Verhältnis zu vermitteln, doch die Männer gehen sich aus dem Weg. Als Tor seine Tochter eines Abends vor die Entscheidung stellt, den Hof zu übernehmen, eskaliert die Situation..."
Der zweite Teil der Neshov Trilogie der renommierten norwegischen Autorin Anne B. Ragde fällt zwar weit weniger düster aus als der Einstand "Das Lügenhaus", doch die beklemmende Atmosphäre, nordische Kühle, spürbar in der Umgebung und besonders im spannungsreichen und sich nach vermeintlicher Wogenglättung wiederaufbäumenden Familienkonflikt der eigenwilligen Protagonisten, schwingt stets subtil mit.
Gelesen wird zudem in "verteilten Rollen"; die Stimmen von Matthias Brandt, Walter Kreye, Gustav-Peter Wöhler und Wiebke Puls passen wunderbar zu den Brüdern Erlend, Margido, Tor und dessen Tochter Torunn und machen "Einsiedlerkrebse" zu einem authentischen Hörerlebnis.
"Einsiedlerkrebse", als Roman 2008 veröffentlicht, ist dieses Jahr in der Hörfassung erschienen. Sie können die Audioversion entweder bei uns als CD leihen oder online herunterladen:
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Herrschaft und Memoria
Die Wettiner gehören zu den bedeutendsten Herrschergeschlechtern der deutschen und europäischen Geschichte.
Im Hochmittelalter gelang ihnen der Aufstieg aus dem Kreis der ostsächsischen Adelsfamilien in die Reihe der führenden Reichsfürstengeschlechter.
Die Publikation untersucht für den Zeitraum vom 10. bis 15. Jahrhundert das komplexe Beziehungsverhältnis der Wettiner und ihrer Hausklöster.
Auf Sachsens stählernen Spuren
Die über 270 Seiten umfassende Publikation stellt Reiseziele für Bahnfreunde in Wort und Bild vor. Der Leser erhält Informationen zu 200 mehr oder weniger bekannten bahntechnischen Objekten in Sachsen - das sind Großstadtbahnhöfe, Brücken und Viadukte, Schmalspurbahnen des öffentlichen Personennahverkehrs, Schmalspurbahnen im Museumsbetrieb, Parkeisenbahnen, Feld- und Industriebahnen, Bergwerksbahnen.
Auch Straßenbahnen, Seilbahnen, Eisenbahnmuseen, Museen mit Eisenbahn-Exponaten, Straßenbahnmuseen und Modellschauanlagen wurden einbezogen.
Informationen zu vorhandenen Lokomotiven in den jeweiligen Einrichtungen komplettieren das Überblickswerk.
Das Munzinger-Archiv öffnet sich
In Fachkreisen heißt dieser Zugang von draußen "remote access" und ermöglicht es den Bibliothekskunden, auch von unterwegs oder zuhause über die Stadtbibliothek auf Datenbanken aus dem Munzinger-Archiv zuzugreifen.
Seit nunmehr 1913 gibt das Munzinger-Archiv "aktuelle und verlässliche Hintergrundinformationen" weiter und hat sich zum Ziel gesetzt, "[...] dem Suchenden die gewünschte Antwort präzise zu liefern, ohne ihn einem Wust von Informationen auszusetzen, den zu sichten Zeit kostet und Verwirrung stiftet." (Quelle: Munzinger.de).
Hierbei können Sie auf gesichteres Wissen aus den unterschiedlichsten Bereichen zugreifen: Es gibt Datenbanken zu Personen, Ländern, (historischen) Ereignissen und Gedenktagen, zu Sport, Popmusik und Film.
Seit Februar stehen den Kunden der Stadtbibliothek auch drei neue Datenbanken zur Verfügung:
Das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) ist ein bewährtes Standardwerk zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. Seit Jahrzehnten beschreibt das Lexikon umfassend und kenntnisreich aktuelle literarische Entwicklungen und nimmt sich dabei auch junger Schriftstellerinnen und Schriftsteller an.
Das Kritische Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (KLfG) stellt Leben und Werk herausragender zeitgenössischer SchriftstellerInnen vor, die die Literatur ihres Sprach- und Kulturraums prägen.
Ebenfalls neu in unserem Rechercheangebot ist die Datenbank Komponisten der Gegenwart (KDG). Es bietet sowohl übersichtliche Grundinformationen für Opern- und Konzertbesucher als auch detaillierte Analysen für die fundierte Auseinandersetzung mit den Komponisten der Gegenwart.
Und so geht's...
Um das Munzinger-Angebot nutzen zu können, besuchen Sie bitte die Seite www.munzinger.de. In der Menüleiste am linken Bildrand wählen Sie den Link "Login" und kommen auf eine Seite mit einer Loginmaske für Privatpersonen. Da man sich über die Stadtbibliothek einloggt, betätigt man den Link unterhalb dieser Maske, der speziell für den Login über Institutionen und Bibliotheken gedacht ist. Nun wählen Sie noch die Stadtbibliothek Chemnitz als Ihre Bibliothek aus und schließlich können Sie sich mit Ihrer gewohnten Kundennummer und der OPAC Pin (= zugleich ChemNetzBib-Passwort) anmelden.
Die Nutzung des Munzinger-Archivs ist für Bibliothekskunden kostenlos. Weitere Datenbanken, zum Beispiel Pressearchive oder Wirtschaftsdatenbanken, können Sie innerhalb der Bibliothek nutzen. Fragen Sie einfach unser Personal!
Die Herren des Geldes : Wie vier Bankiers die Weltwirtschaftskrise auslösten und die Welt in den Bankott trieben
Eine wunderbar geschriebene Wirtschaftsgeschichte, für die Ahamed den Pulitzerpreis 2010 erhalten hat. Der Zusammenbruch der Weltwirtschaft von 1929-1933 - die große Depression wird aus Sicht der Männer erzählt, die damals für die vier wichtigsten Zentralbanken der Welt verantwortlich waren: die Bank of England (Montagu Norman), die Federal Reserve Bank of New York (Benjamin Strong)), die Reichsbank (Hjalmar Schacht) und die Banque de France (Emile Moreau).Inzwischen nahezu vergessen, wurden sie einst als "der exklusivste Club der Welt" bezeichnet. Ihre Aufgabe bestand darin, die Finanzen der Welt nach Ende des Ersten Weltkrieges wieder in Ordnung zu bringen. Wie das geschah, davon erzählt dieses Buch und zwar in Umfang, Dichte, Verständlichkeit und Spannung bemerkenswert gut.








Beatrix
Herzlichen Glückwunsch liebe Stadtbibliothek! Ich weiß doch genau, warum es sich lohnt, Dich weiter...
Bernd Weise
War ein schöner Abend. Gute Musiker und auch einige absolut tolle Stimmen! Hätte ich sooo nicht gedacht...
Freddy Fritz
Ein nettes Feature wäre natürlich beim iPhone, wie bei SMS- Eingang oder Updates im AppStore automatisch...
Mandy Mattner
Merci für die Info zu den Öffnungszeiten. Ich werd gleich mal nachsehen, ob das bei uns im Öffnungszeiten-Verzeichnis...
Frank
Verspricht interessant zu werden...