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Addi Jacobi, Kopf der „Chemnitzer Köpfe“, wird 75

01.04.2011 von Uwe Hastreiter

Der Chemnitzer Journalist Addi Jacobi, Kopf der „Chemnitzer Köpfe“, wird 75 und eröffnet mit zwei Veranstaltungen das 20. Jahr der gleichnamigen Reihe

Was haben der Publizist Peter von Zahn, der Star-Architekt Günter Behnisch und der bekannte Schauspieler Michael Degen gemeinsam? Alle drei haben Chemnitzer Wurzeln. Dass man das weiß, ist den Recherchen, Beiträgen und Veranstaltungen des Journalisten Addi Jacobi zu verdanken, welcher sich dem Aufspüren von Biografien bedeutender Chemnitzer Persönlichkeiten verschrieben hat.

„Keine weißen Flecken auf den Geschichtstafeln“ ist sein Leitspruch und so stellt Addi Jacobi unter dem Namen „Chemnitzer Köpfe“ seit 19 Jahren im Magazin Stadtstreicher und in der Vortrags- und Diskussionsveranstaltung des Fördervereins der Stadtbibliothek „Gegangene, Gebliebene und Vertriebene“ aus unserer Stadt vor. Und wie es seine Art ist, beschenkt er sich selbst zu seinem 75. Jubiläum mit zwei weiteren Veranstaltungen, der 229. und 230. Folge der Reihe „Chemnitzer Köpfe“.

Am Vorabend des Geburtstages, am Freitag, 8. April 2011, 19:00 Uhr in der Neuen Sächsischen Galerie, erinnert der Jubilar an den Chemnitzer Filmpionier Guido Seeber.

Für die Veranstaltung konnte Addi Jacobi keinen geringeren als seinen langjährigen Freund, den Berliner Komponisten Peter M. Gotthardt gewinnen. Er wird den Guido-Seeber-Film „Geheimnisse einer Seele“, der 1926 als Stummfilm entstand, live musikalisch interpretieren.

Peter M. Gotthardt wurde mit Bühnenmusiken für Peter Weiss und Rolf Hochhuth sowie über 500 Filmmusiken bekannt. Auch schrieb er die von den Puhdys gesungenen Hits „Wenn ein Mensch lebt“ und „Geh zu ihr“ aus dem DDR-Kultfilm „Die Legende von Paul und Paula“. In den 90er Jahren tritt Gotthardt zunehmend auch als Pianist bei Stummfilm-Aufführungen auf und gründete das Tonfilm-Orchester-Berlin.

Der Stummfilm „Geheimnisse einer Seele“ kommt erstmals in voller Originalfassung mit  allen Trickfilmsequenzen Guido Seebers zur Aufführung.

Außerdem wird auch an den 1993 verstorbenen Chemnitzer Arztsohn Thomas Schleusing erinnert. Kurator Alexander Stoll zeigt und kommentiert Grafiken aus den Sammlungen der Neuen Sächsischen Galerie.

Fortgesetzt wird der Jubiläumsreigen am 27. April 2011, 19:00 Uhr im Veranstaltungssaal im „Das TIETZ“ mit einem Kaleidoskop alter Stadtszenen mit populären Zeitgenossen unter dem Titel „Sonnenstunden-Lichtreklamen“. Reinhold Lindner und Addi Jacobi zeigen und kommentieren gemeinsam Filmausschnitte über Prof. Frieder Kuhnert, Günter Müd, Gretel Ranft, Jochen Beuchel und „Bletups Kinder im Flemminggebiet“.

Addi Jacobi ist ein Chronist unserer Stadt. Er wurde am 9. April 1936 in Chemnitz geboren und wohnt auf dem Kaßberg. Viele Jahre arbeitete er beim „Chemnitzer Tageblatt“ und brachte den Karl-Marx-Städtern insbesondere mit seinen Kritiken das Medium Film näher.

Nachdem die Zeitung kurz nach der Wende eingestellt worden war, brachte sich Addi Jacobi auf vielfältige, aktive Weise und stets ehrenamtlich in die Belange unsere Stadt ein.

Unter anderem war er sachkundiger Einwohner im Kulturausschuss und gehörte zu den Gründungsmitgliedern des Deutscher Journalisten-Verbandes (DJV) in Sachsen.

Seit 1992 ist im Stadtmagazin Stadtstreicher seine Kolumne „Ratsgewürfeltes“ und die monatliche Rubrik „Chemnitzer Köpfe“ zu lesen. Die gleichnamige Veranstaltungsreihe startete im selben Jahr im Lesecafè der Stadtbibliothek.

Jedes Jahr erinnert Addi Jacobi in einer Matinee an die Bombardierung von Chemnitz am 5. März 1945. Er ist Mitglied im Tisch der Heimat- und Denkmalpflege und Initiator der Reihe „Eine Stunde Heimatkunde“. Außerdem erinnert er am Volkstrauertag im „Chemnitzer Toten-Gedenken“ an verstorbene Chemnitzer Persönlichkeiten.

Es ist dem umtriebigen Chronisten auch für das 20. Jahr seiner „Chemnitzer Köpfe“ zu wünschen, dass er für unsere Stadt weiter viele interessante Zeitzeugen der Stadtgeschichte entdeckt und sie in das öffentliche Bewusstsein zurückholt.

 

 

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Walther Pommes

Ich gehöre wohl zu den interessierten Laien. Trotzdem ein tolles Buch!

Jingeol Lee

I wonder if you have classes such as sewing, quilting, and German language.

Jens Bomann

Tolle Aktion! Schön, dass die Stadtbibliothek mit der Zeit geht. Wer ist denn Sieger des Turniers geworden? Gibt...

Chris Rohde

Das Turnier ist offen für alle Altersgruppen.

Stefan

Hallo, ist das Turnier nur eher für Kinder gedacht oder dürfen auch Erwachsene teilnehmen? Viele...

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