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Ruth Leibnitz zum 90. Geburtstag

27.04.2018 von Uwe Hastreiter

Erinnerung an eine gebürtige Chemnitzer Künstlerin, Mäzenin und engagierte Förderin junger Talente

 

Den Besuchern der Stadtbibliothek im TIETZ begegnen Plastiken (Bronzen) von Ruth Leibnitz in mehreren Bereichen. Sie gehören seit vielen Jahren zum festen künstlerischen Inventar, laden zum Verweilen ein und geben Denkanstöße.

Die gebürtige Chemnitzer Künstlerin und  Mäzenin schenkte neben der Stadtbibliothek auch vielen anderen Einrichtungen unserer Stadt einen Großteil ihres Werkes, u. a. der Neuen Sächsischen Galerie, dem Industriemuseum, dem Regierungspräsidium Chemnitz sowie der Jüdischen Gemeinde und der Gemeinde St. Pauli Kreuz. Für ihr außergewöhnliches Engagement für ihre Heimatstadt wurde sie 2002 mit dem Eintrag in das „Goldene Buch“ der Stadt geehrt.

Die Förderung der Kreativität junger Menschen lag Ruth Leibnitz besonders am Herzen. Um jüngere Künstler in ihrer Heimat Sachsen zu fördern, stiftete die Bildnerin den Ruth-Leibnitz-Preis, der von 1996 bis 2006 aller zwei Jahre vergeben wurde. Weiterhin trat sie als Mäzenin von Schreib- und Plakatwettbewerben auf.

Noch zu Lebzeiten verfügte Ruth Leibnitz, dass ein Teil ihres Erbes für die Förderung junger Menschen in die Stadtbibliothek investiert werden soll. Dank ihrer Unterstützung konnte die Stadtbibliothek Chemnitz den ehemaligen Lesesaal zu einem multifunktionalen LernRaum umgestalten. Ob zum individuellen Lesen und Arbeiten oder bei Klassen- und Gruppenführungen wie den Infofahndern 2.0“, wo es mit dem Tablet auf Entdeckungstour durch die Stadtbibliothek geht, der Raum wird täglich sehr gut genutzt.

Am 30. April 2018 wäre Ruth Leibnitz 90 Jahre alt geworden. Wer war diese Frau, welche sich so großzügig für das kulturelle Leben unserer Stadt engagierte?

Ruth Leibnitz wurde 1928 in Chemnitz geboren. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte sie in Dresden und Leipzig Musik und Gesang studiert und anschließend eine Opernkarriere begonnen. Von 1957 bis 1960 absolvierte sie eine bildhauerische Ausbildung und studierte später Zeichnen in Paris. Seit 1963 lebte Ruth Leibnitz als Bildhauerin und Grafikerin im hessischen Bad Nauheim, wo sie am 6. Oktober 2011 im Alter von 83 Jahren verstarb.

Durch ihre Zeichnungen, Grafiken und Plastiken erlangte sie internationale Bekanntheit. Ihre Arbeiten wurden in Europa, Afrika, Asien und Amerika gezeigt und befinden sich in öffentlichen, privaten und kirchlichen Sammlungen. Nach der politischen Wende fanden auch zahlreiche Expositionen in ihrer sächsischen Heimat, insbesondere in ihrer Geburtsstadt Chemnitz statt.

 

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Walther Pommes

Ich gehöre wohl zu den interessierten Laien. Trotzdem ein tolles Buch!

Jingeol Lee

I wonder if you have classes such as sewing, quilting, and German language.

Jens Bomann

Tolle Aktion! Schön, dass die Stadtbibliothek mit der Zeit geht. Wer ist denn Sieger des Turniers geworden? Gibt...

Chris Rohde

Das Turnier ist offen für alle Altersgruppen.

Stefan

Hallo, ist das Turnier nur eher für Kinder gedacht oder dürfen auch Erwachsene teilnehmen? Viele...

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