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Vereister Sommer - Auf der Suche nach meinem russischen Vater

12.10.2011 von Uwe Hastreiter

Ulrich Schacht liest am Donnerstag, 13. Oktober 19:00 Uhr in der Neuen Sächsischen Galerie im TIETZ

Es ist Sommer 1950, Christa und Wolodja sind verliebt. Die Deutsche und der sowjetische Offizier träumen von einer gemeinsamen Zukunft. Bis sie verraten werden. Jahrzehnte später spürt Ulrich Schacht der verhängnisvollen Geschichte seiner Eltern nach. Gegen den Widerstand seiner Mutter versucht er, seinen Vater zu finden. An einem Frühlingstag steht er einem Mann gegenüber, von dem er hoffte, dass er sein Vater sei. – Ein tief bewegendes Zeitzeugnis.

Ulrich Schacht wurde 1951 im Frauengefängnis Hoheneck geboren und wuchs in Wismar auf. 1973 in der DDR wegen „staatsfeindlicher Hetze“ zu sieben Jahren Freiheitsentzug verurteilt, wurde er 1976 in die Bundesrepublik entlassen. Dort arbeitete er als Feuilletonredakteur und Chefreporter Kultur für Die Welt und Welt am Sonntag. Schacht erhielt verschiedene Preise, Auszeichnungen. Er gilt als ein streitbarer Publizist, der sich nicht Konventionen, sondern einer humanistischen Tradition verpflichtet fühlt. Seit 1998 lebt Ulrich Schacht als freier Autor in Schweden.

Veranstalter: Puschkin-Club Chemnitz e.V.

Eintritt 6,- / ermäßigt 4,- EUR

Reservierung: Tel. 0371 488 4366

Ringvorlesung „Mein Buch“: Auftakt am 12.10., 19 Uhr im TIETZ

29.09.2011 von Uwe Hastreiter

Ringvorlesung „Mein Buch“

Kormáks saga. Die Sage von Kormak dem Liebesdiener (13. Jahrhundert)

Auftaktveranstaltung mit dem Dekan der Philosophischen Fakultät der TU Chemnitz Prof. Dr. Christoph Fasbender.

Professor/innen und Dozent/innen der TU Chemnitz wurden befragt, welches Buch ihr Denken oder gar ihr Leben prägte und ihnen ganz persönlich am Herzen liegt. Von welchem Buch wünschen Sie sich, andere mögen es in seiner Relevanz, seinem Anspruch, seinem Inspirationspotential oder seiner Schönheit erkennen? Die Ringvorlesung „Mein Buch“ möchte Antworten auf die Fragen geben und die frei und persönlich ausgewählten Werke aus verschiedenen Literaturen, Disziplinen und Gattungen vorstellen, Werke, die ihre Größe und ihren Rang auch jenseits kanonischer Festschreibungen behaupten und in der Zusammenschau eine kleine, erlesene ,Chemnitzer Bibliothek’ formieren.

Veranstalter: TU Chemnitz, Philosophische Fakultät, Professur Neuere Deutsche und Vergleichende Literaturwissenschaft

Termin: Mittwoch, 12.10.2011, 19:00 Uhr

Ort: Das TIETZ, Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Eintritt frei

Foto: (c) flickr

 

 

100 Jahre Rosenkavalier

29.09.2011 von Uwe Hastreiter

Musikclub: 100 Jahre Rosenkavalier

Vortrag von Prof. Dr. Hans John, Leiter des Instituts für Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber, anlässlich der Uraufführung der Oper von Richard Strauss 1911 in Dresden.

Foto: Semperoper (c) Zeitfixierer/flickr

Veranstalter: Chemnitzer Musikverein

Zeit: Montag, 10. Oktober, 19:00 Uhr

DAStietz, Veranstaltungssaal, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

Eintritt frei

Literatur im Dialog – Gemeinschaftslesung tschechischer und deutscher Autoren

20.08.2011 von Uwe Hastreiter

„Saxonia meets Bohemia" so ist das Motto einer literarischen Veranstaltung am Donnerstag, 25. August, 19:00 Uhr im Tietz-Cafè.  Zu Gast sind der Publizist, Übersetzer und Hochschul-lehrer Radek Fridrich (Dečín), die Redakteurin der Studenten-Zeitschrift für Literatur Alice Prajzentova (Usti nad Labem) sowie die Leipziger Autorinnen Anne Meinecke und Hannelore Crostewitz. Moderation Almut Fehrmann.

Veranstalter ist die Chemnitzer Ortsgruppe des Freien Deutschen Autorenverbandes (FDA).

Die Lesung findet im Rahmen des Projektes „Saxonia meets Bohemia" statt und wird vom Kulturbüro Chemnitz gefördert. Der Eintritt ist frei.

 

Weitere Informationen

Radek Fridrich, Schriftsteller, bildender Autodidakt, Übersetzer, Kritiker, Stipendium des Prager Literaturinstitutes. Er wurde am 1. 12. 1968 in Dečín geboren, wo er bis heute lebt. Seit 1996 bis 2008 lehrte er als Hochschullehrer am Institut für Bohemistik an der Pädagogischen Fakultät der Universität in Ústí nad Labem. Jetzt lehrt er in Dečín an der Fachschule für Gesundheitswesen.

Seine Texte wurden in Zeitschriften und in Gedichtsammlungen veröffentlicht und wurden ins Deutsche, Polnische, Englische, Kroatische und Bulgarische übersetzt.

Alice Prajzentova, eine junge Künstlerin aus Ústí nad Labem, hat aktuell ihr Debüt herausgegeben, sie spricht Deutsch und ist Redakteurin der Studenten-Zeitschrift für Literatur Haluze.

Anne Meinecke, geb. 1956 in Wilkau-Haßlau, wohnhaft in Leipzig, verheiratet, 2 Kinder, Diplomchemikerin, ehrenamtliche Telefonberaterin für das Kinder- und Jugendtelefon und das Elterntelefon, Schöffin, stellv. Schulelternsprecherin, Vorstandsmitglied im FDA Sachsen, Prosa, Kurzgeschichten, Theaterstücke und Erzählungen für Kinder.

Hannelore Crostewitz, geb. 1955 in Wittenberg, wohnhaft in Markranstädt, verheiratet, 2 Kinder, Schauwerbegestalterin, freie Autorin, Lektorin und Redakteurin, Vorsitzende der Freitagswerkstatt DIALOG e.V. in Leipzig und Vorstandsmitglied im FDA Sachsen, Prosa, Kurzprosa, Lyrik, Bänkelgesang

Anne Meinecke und Hannelore Crostewitz, Leipzig, werden die neue Anthologie "Die Ernte ist eingefahren" vorstellen und eigene Texte daraus lesen. Die Anthologie ist nach 3 Jahren gemeinschaftlicher Textarbeit in der AJA (Arbeitsgemeinschaft Junger Autoren) entstanden, die monatlich im Chemnitzer Kulturzentrum „Das TIETZ“ stattfindet.

 

Literatur im Dialog –  Gemeinschaftslesung tschechischer und deutscher Autoren

Termin: Donnerstag, 25. August, 19:00 Uhr

Ort: Das TIETZ, Tietz-Cafè / 3. Etage, Moritzstraße 20, 09111 Chemnitz

"Eine Stunde Heimatkunde" mit Mary-Edith Schreiber-Harzheim

19.07.2011 von Katrin Kropf

In der Geborgenheit des Seniorenheims SenVital (Niklasberg) beging Mary-Edith Schreiber-Harzheim kürzlich ihren 90. Geburtstag. Nun dankt die Bibliotheksreihe "Chemnitzer Köpfe" mit dem Projekt "Eine Stunde Heimatkunde" der Künstlerin für ihr jahrzehntelanges Wirken. Rolf Bergmann, Monika Oehme, Carola Olbricht und Klaus Weidner steuern ihre Erinnerungen und Gratulationen bei.

Mary-Edith Schreiber zählte seit der Spielzeit 1953/54 nahezu ununterbrochen zum hiesigen Ensemble – zuletzt noch bis vor neun Jahren in "May fair Lady" auf der Bühne und weithin in bester Erinnerung als "Anna I" in der DDR-Erstaufführung von Brecht/Weills "Sieben Todsünden der Kleinbürger" in den 60er Jahren. "Mary" war auch in der allerersten Nachwendeproduktion in der Chemnitzer Augenklinik in Klaus Überalls Fernsehfilm "Karl May". All diese Erinnerungen sollen auch aus Fansicht zur Sprache kommen.

Dienstag, 26. Juli 2011, 17:00 Uhr
im SenVital - Senioren- und Pflegezentrum "Niklasberg"
Deubners Weg 12 • 09112 Chemnitz

ChemNetzBib - die digitale Ausleihe Ihrer Stadtbibliothek

17.06.2011 von Uwe Hastreiter

Was sind eBooks, eAudio, eVideo und ePaper? Wie lade ich geliehene Dateien auf meinen PC, mein Handy, Mp3-Player oder eBook-Reader?

Eine Informations- und Ausprobierveranstaltung mit Bibliothekarin Katrin Kropf. Dauer ca. 1 h

Der nächste Termin ist am

Montag, 20. Juni, 18:00 Uhr

in der Stadtbibliothek im TIETZ, Treffpunkt PC-Point
Eintritt frei, Anmeldungen unter Tel. 488 4222 erbeten


Bild: divibib.com

Vor einem Jahr startete die Stadtbibliothek ihre virtuelle Zweigstelle unter dem Namen "ChemNetzBib - Medien digital". Bibliothekskunden können fortan bequem von zu Hause aus oder unterwegs rund um die Uhr eBooks, eAudios, eVideos und ePapers ausleihen.

So einfach geht's: Anmelden, eMedien herunterladen und auf dem eigenen Rechner nutzen. Die Datei kann nach der angegebenen Ausleihdauer nicht mehr aufgerufen werden und steht dann für den nächsten Kunden zum Download zur Verfügung. Eine Mahngebühr fällt nicht mehr an.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Homepage unter
ChemNetzBib

 

 

Sabine Ebert liest aus „Der Fluch der Hebamme“

10.12.2010 von Uwe Hastreiter

Zum Höhepunkt und Abschluss des 4. Chemnitzer Leseadvents liest die Freiberger Schriftstellerin aus ihren neuen, großen, historischen Bestseller.

Die Handlung des vierten Bandes beginnt im Jahre 1189. Während die Hebamme Marthe noch immer um ihren geliebten Mann trauert, trägt dessen Werk endlich Früchte. Das Stadtrecht hat den Freiberger Bürgern neues Selbstbewusstsein verliehen. Doch mit Vogt Heinrich stellt sich ihnen ein gefährlicher Widersacher entgegen. Für Marthe, die ihr Leben und das ihrer Kinder neu ordnen muss, beginnt eine Zeit voller Herausforderungen. Was hat das Schicksal mit ihr vor?

Das anschließende Gespräch führt Pfarrerin Dorothee Lücke.

Achtung! Auf Grund der großen Nachfrage findet die Lesung nicht wie angekündigt in der Zentralbibliothek im TIETZ sondern in der Jakobikirche statt.

19:00 Uhr, Jakobikirche, Innere Klosterstraße

Eintritt 8,- / ermäßigt 5,-

Kartenreservierung unter Tel: 0371 488 4366

Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek vom 24. – 30.10.2010

05.10.2010 von Uwe Hastreiter

 

 

Die Chemnitzer Stadt- und Universitätsbibliothek präsentieren ein gemeinsames Programm zur Aktionswoche Treffpunkt Bibliothek vom 24. – 30.10.2010

Bereits zum dritten Mal starten Bibliotheken in ganz Deutschland in Kooperation mit dem Deutschen Bibliotheksverband e.V. (dbv) eine bundesweite Aktionswoche. Mit zahlreichen Aktivitäten präsentieren sie sich in der Öffentlichkeit als Partner für Lesen, Informations- und Medienkompetenz und Bildung – als Lernorte und Orte der Kommunikation. Deutschlands Bibliotheken sind vielfältig, leistungsstark und zukunftsorientiert. Es gibt eine reichhaltige Bibliothekslandschaft, die es lohnt, kennen zu lernen: Ob kommunale oder kirchliche Öffentliche Bibliothek, Kinder- und Jugendbibliothek, Schulbibliothek, Gefängnisbibliothek, Blindenbibliothek, Fahr-bibliothek, Musikbibliothek, Hochschulbibliothek, Spezialbibliothek, Fachbibliothek, Landes- und Regionalbibliothek, Staatsbibliothek oder Nationalbibliothek.

Herzlich Willkommen in Ihrer Bibliothek!


Das Programm:

SONNTAG | 24.10. |

Poesie trifft Musik 

musikalisch-literarische Matinee mit Autoren des Sächsischen Schriftstellervereins und dem Quartetto Lucarino

Auf neue Bücher von Schriftstellern der Region können sich die Chemnitzer zum Auftakt der Lesewoche freuen.

Gotthilf Heinrich Schubert war zur Zeit der Romantik ein bekannter Naturforscher und Schriftsteller. Der Philosoph und Verleger Andreas Eichler berichtet in seinem Buch „G. H. Schubert - ein anderer Humboldt“ über den Hohensteiner Universalgelehrten. Der Autor und Lektor Klaus Walther porträtiert in seinem Buch „Spur des Lebens“ den Schriftsteller Erik Neutsch. Sein Roman „Spur der Steine“ zählte zu den erfolgreichsten Büchern in der DDR. Klaus Walther hat mit Erik Neutsch intensive Gespräche über sein Schaffen, sein Leben, seine Ideale, Kollegen und darüber, wie er die Wende erlebte, geführt. Rainer Klis ist durch seine poetischen Miniaturen, Reisebücher und zuletzt die Romantrilogie der Wendezeit einem größeren Publikum bekannt. Er stellt heute eine noch unveröffentlichte Geschichte aus seinem neuen Buch vor.

Die Lesungen werden vom Ensemble Quartetto Lucarino musikalisch begleitet.

Quartetto Lucarino sind Annekatrin Foulquier (Violine), Albrecht Kunath (Viola),  Dinar Enikeev (Violoncello), Mitglieder der Robert-Schumann Philharmonie Chemnitz und der Geiger und Bratschist Michael Scheitzbach.

 

Eine Veranstaltung der Stadtbibliothek Chemnitz.
11:00 Uhr, Das TIETZ, Veranstaltungssaal, Eintritt: 5,- / erm. 3,- €


DIENSTAG | 26.10. |

Küf Kaufmann: Wahre Geschichten mit Witz und ohne

Lesung von einem nie geschriebenen Buch.

Küfs Vater war „Indianer“ – wussten Sie das schon? Oder dass Toilettenpapier in der Sowjetunion ganz schön knapp war…

Und warum verdeckt der beim Nacktbaden erwischte Rabbi sein Gesicht statt – wie der Pfarrer – sein „bestes Stück“? Wer das nicht weiß, sollte schnellstens den Autor, Regisseur und Kabarettisten Küf Kaufmann live erleben mit seinem Programm ist ein Mix aus Ironie  Selbstironie, aus Frechheit und Weisheit.

Veranstaltung in Kooperation mit dem Puschkin-Clubs Chemnitz e.V.

19:00 Uhr, Das TIETZ, Veranstaltungssaal, Eintritt: 5,- / erm. 3,- €

DIENSTAG | 26.10. |

Thomas de Padova, Weltgeheimnis: Kepler, Galilei und die Vermessung des Himmels

Vor genau 400 Jahren durchbrechen zwei grundverschiedene Forscher die Grenzen der damals bekannten Welt. Galileo Galilei blickt durchs Fernrohr zu den Sternen, Johannes Kepler entdeckt die Planetengesetze. Zur neuen Welt gehört ein neuer Himmel. Thomas de Padova erzählt die spannende Expedition menschlichen Denkens an der Schwelle zur Moderne.

 

Thomas de Padova ist seit 2005 freier Wissenschaftspublizist und schreibt für den Tagesspiegel die Wissenschaftskolumne „Aha“. Sein Buch wurde in Österreich „Wissenschaftsbuch des Jahres 2010“ in der Rubrik Naturwissenschaft/Technik.

Eine Gemeinschaftsveranstaltung der Universitätsbibliothek und des Studentenwerks Chemnitz-Zwickau

19.30 Uhr, TU Mensa, Sachsenstube, Reichenhainer Str. 55, Eintritt: frei

MITTWOCH | 27.10. |

Lesen gegen Gewalt(?) – Jugendliteratur zwischen Pädagogik und Ästhetik

Vortrag, Lesung und Gespräch mit Christian Linker

Die deutschsprachige Kinder- und Jugendliteratur hat hart daran gearbeitet, das Image der „Problembücher“ hinter sich zu lassen. Jugendliteratur soll nicht pädagogisch instrumentalisiert werden, sondern in erster Linie ästhetischen Ansprüchen genügen – genau wie die Belletristik für Erwachsene. Stimmt das überhaupt? Oder ist die „Problemliteratur“ nach wie vor präsent? Welche Rolle kann in diesem Spannungsfeld die Jugendliteratur für Schule und Jugendbildung spielen?

Der Leverkusener Jugendbuchautor Christian Linker liest aus seinem Kriminalroman „Blitzlichtgewitter“ und stellt sich der Diskussion.

Der Autor: Christian Linker, geboren 1975, studierte Theologie und arbeitete in der außerschulischen Jugendbildung. Seine Romane wurden mehrfach ausgezeichnet.

 

Eine Veranstaltung im Rahmen der Projektwoche „Lesen gegen Gewalt“ – gefördert durch den Lokalen Aktionsplan Chemnitz für Toleranz und Demokratie, gegen Gewalt, Rechtsextremismus und Fremdenfeindlichkeit.

27.10., 19:00 Uhr, Stadtbibliothek im TIETZ, Eintritt: 3,- / erm. 1,- €

 

DONNERSTAG | 28.10. |

Elmar Faber

Die Mysterien der Vergeßlichkeit: Betrachtungen zu Literatur und Politik

Elmar Faber stand von 1975 bis 1992 an der Spitze großer ostdeutscher Verlagshäuser. Als Verleger des Berliner Aufbau-Verlags begleitete er den Umbruch von der sozialistischen Plan- zur freien Marktwirtschaft. 1990 gründete er zwei neue Unternehmen: den Aufbau-Taschenbuchverlag in Berlin und den Verlag Faber & Faber in Leipzig. Anlässlich des 20jährigen Jubiläums des Verlages und der Finissage der Ausstellung in der Stadtbibliothek Chemnitz stellt Faber seinen neuen Essayband vor. Ihn treibt die Frage um, ob nicht scheinbar wichtige Teile unserer Literatur banal und in einem verqueren Sinne unpolitisch sind, damit aber politisch werden wie selten, als Stützen des grandiosen Opportunismus, der unsere geldorganisierte Gesellschaft beherrscht.

19:00 Uhr, Stadtbibliothek im TIETZ, Eintritt: frei

FREITAG | 29.10. |

2. Lange Nacht der Bibliothek

Achtung – Wiederholungstäter! Alle Nachtschwärmer, Literaturgourmets und Neugierige aufgepasst – es ist wieder soweit! Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr folgt nun der Nachschlag. Auch bei der zweiten „Langen Nacht“ wird es wieder bunt und lauter zugehen als sonst in der Bibliothek.
Das Studentenkabarett ist mit seinem Programm „Die MehrTUrer“ zu Gast, Professorinnen/nen lesen aus eigenen Publikationen und stellen ihre Lieblingslektüre vor und preisgekrönte Kurzfilme der VideoEXpo 2009 werden vorgeführt. Auf vielfachen Wunsch findet auch wieder ein Büchertausch für jedermann und ein Buchverkauf statt. Die Bibliotheks-Magazine, der wissenschaftliche Altbestand für Neugierige, sind ausnahmsweise heute Nacht zugänglich. Für das leibliche Wohl wird gesorgt! 

19.00 – 24.00 Uhr, CampusBibliothek I (Pegasuscenter), Reichenhainer Str. 29 a, Eintritt: frei

SAMSTAG | 30.10. |

Das Konzert der Tiere

Eine Entdeckungsreise in die Welt der symphonischen Musik für Kinder ab 6 Jahren.

Das Konzert der Tiere ist in Gefahr: Eine Wolke hängt vor der Sonne, so  dass man keine Noten lesen kann, und auch ein Dirigent fehlt noch! Die Tiere sind ratlos. Was ist zu tun? Da taucht ein junger Dirigent auf und versucht, Licht in das Dunkel zu bringen. Jedem Tier in der Geschichte ist ein Instrument zugeordnet: dem eingebildeten Storch das Fagott, dem brummeligen Bären der Kontrabass und dem behäbigen Schwein die Tuba. Während die Tiere versuchen, die Wolke zu vertreiben, lernen die Hörer so nach und nach alle Instrumente eines Sinfonieorchesters kennen.

Ein Gastspiel der Nimmerland Theaterproduktion Hannover.

15:30 Uhr, Stadtbibliothek im TIETZ, Eintritt: frei

 

________________________________________
 

Kontakt / Informationen zum Programm:

Universitätsbibliothek
Ina Potts, TU Chemnitz
Straße der Nationen 62
09111 Chemnitz

Telefon: 0371 / 531-36492
www.bibliothek.tu-chemnitz.de
ina.potts@bibliothek.tu-chemnitz.de

 

Das TIETZ / Stadtbibliothek Chemnitz
Uwe Hastreiter
Moritzstraße 20
09111 Chemnitz
www.stadtbibliothek-chemnitz.de
hastreiter@stadtbibliothek-chemnitz.de

 

Timbuktus kostbare Schriftschätze

01.10.2010 von Uwe Hastreiter

Ausstellung „Die Handschriften von Timbuktu“ Originalmanuskripte aus der malischen Partnerstadt vom 04. bis 09. Oktober in der  Stadtbibliothek im TIETZ

Zur Eröffnung am Montag, 04. Oktobver 2010, 11 Uhr in der Stadtbibliothek reisen die Botschafterin Malis, Ihre Exzellenz Frau Fatoumata Siré Diakité und Dr. Mohamed Diagayeté vom Ahmed-Baba-Institut an. Sie werden begleitet von Frank Heinrich, Mitglied des Deutschen Bundestages, auf dessen Initiative die Dokumente nach Chemnitz kommen. Eröffnet wird die Schau von Kulturbürgermeisterin Heidemarie Lüth.

Nach der Begrüßung durch die Bürgermeisterin überbringt die Botschafterin ein Grußwort. Dr. Mohamed Diagayeté, Institut des Hautes Etudes et de Recherches Islamiques Ahmed Baba, wird mit einem Rundgang durch die Ausstellung führen und zu den Kostbarkeiten informieren.  

Erwartet werden zur Eröffnung auch 30 Schüler des Karl-Schmidt-Rottluff-Gymnasiums und des Chemnitzer Schulmodells. Sie hatten sich für Chemnitz an einem Kunstwettbewerb beteiligt, den die Botschaft Malis anlässlich des 50. Jahrestages der Unabhängigkeit des westafrikanischen Landes unter allen fünf deutschen Partnerstädten und Berlin ausgeschrieben hatte. Die Chemnitzer Ergebnisse des Wettbewerbes werden im Rahmen der Ausstellung zu sehen sein. Zur Ausstellungseröffnung wird ein kleines Rahmenprogramm geboten – auch mit  Häppchen aus Mali und einer Ehrung der Schülerinnen und Schüler, die am Wettbewerb teilgenommen haben.

Hintergrund: Von der Bedeutung Timbuktus im 14. und 15. Jahrhundert als intellektuelles Zentrum in der islamischen Welt zeugen Schriften, die dort im Ahmed-Baba-Institut (Institut des Hautes Etudes et de Recherches Islamiques Ahmed Baba) bewahrt, restauriert, katalogisiert und digitalisiert werden. Nach  einem Gelehrten benannt, der im 16. Jahrhundert in Mali wirkte, wurde das Institut 1970 auf Initiative der UNESCO gegründet.

Noch steht den meisten Schriften die wissenschaftliche Auswertung bevor. Doch hat die bedeutendste Sammlung alter westafrikanischer Manuskripte im Jahr 2010 - dem 50. Jahr der Unabhängigkeit Malis - ein modernes Gebäude erhalten. Der Bau des Kapstädter Architektenduos Spies und Lambrechts hebt sich von den Lehmbauten Timbuktus ab. Als Zeugnis von Modernität birgt er den kulturellen Schatz der Chemnitzer Partnerstadt.

Eine kleine Auswahl an Manuskripten hat Dr. Mohamed Diagayeté vom Ahmed-Baba-Institut jetzt zusammengestellt und nach Deutschland gebracht. Die in Arabisch verfassten Handschriften, teilweise mit Bemerkungen versehen, sind 700 Jahre alt. Sie zeugen von der Islamisierung Westafrikas und spiegeln die Reisen von Herrschern und Gelehrten wider, die auf dem Weg nach Mekka in Timbuktu Station machten.

Bis zum 24. September waren die 35 kostbaren Blätter in Berlin zu sehen. Die historischen Schriftstücke aus Afrika, die erstmals in Deutschland gezeigt werden, kommen nun für kurze Zeit auch nach Chemnitz. Vom 4. bis 9. Oktober werden die Kostbarkeiten in der Stadtbibliothek ausgestellt. Kurze Beschreibungen erläutern die Exponate. Darunter auch Korrespondenz des deutschen Ethnologen Heinrich Barth, der 1853 nach Mali reiste, Manuskripte studierte und ihre Bedeutung für die Schriftkultur Afrikas erkannte.

Zu jener Zeit war Timbuktu jedoch längst keine prosperierende Stadt mehr. Heute eines der ärmsten Länder der Welt, stellt sich Mali der Aufgabe, das unschätzbare Kulturgut für die Nachwelt zu bewahren. Zeugt es doch von einem bedeutenden Dreh- und Angelpunkt des Karawanenhandels im Nigertal, seiner wechselvollen Geschichte und den mannigfaltigen Beziehungen zwischen Völkern und Religionen. Mali war vom 11. bis 16. Jahrhundert ein islamisches Großreich, das später von ethnischen Gruppen der Mossi und Fulbe erobert und aufgeteilt wurde. 1893 wurde es mit der Eroberung Timbuktus unter dem Namen Französisch-Sudan zur Kolonie Frankreichs. Seine Unabhängigkeit von Frankreich erlangte Mali am 22. September 1960, der seither als Nationalfeiertag gilt.

Die Städtepartnerschaft zwischen Chemnitz (damals Karl-Marx-Stadt) und Timbuktu besteht seit 1968.

 

Presseinformation der Stadt Chemnitz / Pressestelle
vom 28.09.2010

 

 

Treffer 11 bis 20 von 46

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