Frühlingserwachen in der Stadtbibliothek...
Dieses Jahr könnten Sie Ihren Lieben statt der bunt bemalten Cholesterinkullern und der schnelllebigen Süßsachen doch mal etwas nachhaltigeres in das Osterkörbchen legen!? Einen Geschenkgutschein über eine Jahresmitgliedschaft in der Stadtbibliothek zum Beispiel. Die Frühlingsedition kommt mit einem kleinen Gießkännchen daher, ganz im Sinne wachsenden Wissens und florierender Fantasie. Die Gutscheine gibt es in allen Einrichtungen der Stadtbibliothek zu kaufen. Fragen Sie uns!
Wer dann einmal Kunde der Stadtbibliothek ist, kann sich schließlich auch die vielen "Medien der Saison" ausleihen. Zwar vermeldet die Kinderwelt der Zentralbibliothek schon restlose Entleihung des Osterbestandes, doch erreichten uns aus der Stadtteilbibliothek im Einsiedel noch einige Tipps rund um die große Frage, was wann im Gartenjahr zu tun ist:
Gartenjahr für Einsteiger : Schritt für Schritt zum grünen Paradies / Joachim Mayer (GU Gartenspaß), 2005. Standort: W 221 Gar
Böhmig, Franz: Rat für jeden Gartentag : 1565 Ratschläge, 2008.
Standort: W 220 Böh
Das Gartenjahr / Royal Horticultural Society. Ian Spence, 2001.
Standort: W 221 Gar
Was mache ich wann im Garten? / Robert Sulzberger, 2007.
Standort: W 221 WasWas gibt es sonst noch so an Frühblühern in den Regalen? Die digitale Bibliothek ChemNetzBib vermeldet mit einigen Neuerwerbungen den "eFrühling". Die saisonalen eBooks und digitalen Hörmedien finden Sie natürlich auch über den WebOPAC der Stadtbibliothek. Einfach "eFrühling" in die Freie Suche eintippen und stöbern.
Das Wetter lädt natürlich auch zur Bewegung an der frischen Luft ein. Leihen Sie sich doch mal wieder einen (Rad-)Wanderführer aus der Gruppe L oder Ter L; weitere Outdooraktivitäten finden Sie im Bereich G.
Für die Kleinen gibt es in der Reihe "Auf leisen Sohlen..." allerlei Frühlingsgeschichten. Zum Beispiel am 30.03.2010 in der Stadtteilbibliothek im Vita Center um 16:30 Uhr. Die Kollegen informieren:
"Hoppel, der Schneehase, hat nur einen Wunsch - er möchte ein Osterhase werden! Doch das ist gar nicht so einfach. Schnell merkt Hoppel, wie anstrengend das ist - besonders, als er ein Hühnerei nach Hause balancieren will. Und wer weiß, vielleicht hat der Osterhase ja auch ein paar Ostereier in der Bibliothek versteckt?"
In der Bibliothek im Rathaus Einsiedel liest am 06.04.2010 um 16:30 Uhr die Vorlesepatin Frau Lißner die ein oder andere Frühlingsgeschichte.
Kurz vor Ostern erwartet unsere Kunden auch noch eine kleine Überraschung... Schauen Sie hin und wieder einfach auf unserer Homepage vorbei oder bleiben Sie informiert über unseren Twitter-Account.
Skulpturen und Plastiken in der Chemnitzer Innenstadt
Nach dem Chemnitzer Autorenlexikon stellt die Stadtbibliothek nun ihr zweites Wiki vor. Das neue "Mitmachverzeichnis" ist ein erster Versuch, die vielen Skulpturen und Plastiken in der Chemnitzer Innenstadt zu erfassen, wiederauffindbar zu machen und mit Hintergrundinformationen zu versehen:
„Viele Leute fragen in der Stadtbibliothek nach, wenn sie in der Stadt eine Skulptur/Plastik sehen. In der Regel wollen sie dann wissen, wie sie heißt, wer sie gemacht hat, was sie darstellen soll etc.
Es ist dann schwierig etwas zu finden, wenn der Kunde lediglich das Werk beschreiben kann.“,
so Nancy Richter, die zusammen mit Peggy Hartmann das Wiki als Abschlussprojekt für die Berufsschule erarbeitete. Die Anregung kam dabei aus dem Team Wissenschaft & Technik; besonders an der Regionaltheke häuften sich die Anfragen nach den Werken auf Chemnitz' Straßen.
„Die gesamte Stadt zu erschließen, hätten wir nicht geschafft. Deshalb haben wir unser Gebiet auf die Innenstadt eingegrenzt. Selbst das hat sich mit über 100 Kunstwerken als Riesenprojekt herausgestellt.
Zuerst haben wir natürlich geschaut, was im Katalog der Stadtbibliothek zu Skulpturen und Plastiken in Chemnitz so zu finden ist. Es gibt zwei Karten zu Skulpturen und Plastiken in der Innenstadt - da kann man sich einen guten Überblick verschaffen. Sie sind aber zum Teil fehlerhaft und veraltet. Deshalb sind wir wirklich mit diesen Stadtplänen in der Hand die Stellen abgelaufen und haben geschaut, was noch steht oder eventuell neu dazugekommen ist. Leider hat nicht jedes Kunstwerk eine Plakette, welche Titel und Künstler ausweist.
Für das Finden von Zeitschriftenartikeln war dann das Archiv der Freien Presse eine sehr große Hilfe - mit der Datenbank ab dem Jahr 2000 und Ausschnitten (z.B. zu Künstlern) aus der Zeit davor. Auf das Stadtplanungsamt, das viele der Kunstwerke im Stadtgebiet betreut, wurden wir leider recht spät aufmerksam. Aber sie konnten uns noch bei den meisten unbekannten Werken weiterhelfen.“
"Die Neue Sächsische Galerie hat uns am Ende noch Einblick in ihr Archiv (aus Zeitungsartikeln, Biografien zu einzelnen Künstlern) gegeben.. Hätten wir das vorher geahnt, wären wir etwas schneller vorangekommen",
fügt Peggy Hartmann hinzu. Zusammen mit Patrick Schulze ist sie auch für die Fotos der Ausgangsversion verantwortlich. Wichtig ist ihr dabei, dass die Fotos vor allem die Wirklichkeit wiederspiegeln, weswegen der künstlerische Aspekt beim Fotografieren auch in den Hintergrund getreten ist. Nützlich ist es aber auch, Details abzulichten, die den Leuten eventuell in Erinnerung geblieben sind.
"Ich finde, die Infos als Wiki aufzubereiten um ein ganzes Stück sinnvoller als bei einem Buch, da sich im öffentlichen Raum doch schon allein aufgrund von Bauarbeiten und Vandale (oder Diebstahl) schnell was ändert und Skulpturen hin und wieder vom Erdboden verschluckt werden."
Die Stadtbibliothek moderiert dabei weiterhin das Projekt und lädt jeden ein, an der Aktualität und Vollständigkeit der Informationen zu den vielen vermeintlich namen- und herkunftslosen Skulpturen und Plastiken der Chemnitzer Innenstadt mitzuwirken.
Das Wiki bietet auch viele Sucheinstiege. Neben den Namen der Künstler und Kunstwerke ist es zum Beispiel auch möglich, auf dem Stadtplan zu stöbern. Soll eine Skulptur auf dem Plan neu verzeichnet werden, müsste man sich aber an den Admin wenden.
Mit dem Skulpturenprojekt haben die fleißigen Azubienen, die übrigens sachsenweit die Besten ihres Jahrganges waren, bereits im September 2007 angefangen. Die Projektarbeit – Zusammentragen der Informationen und Fotos sowie das Anreichern selbiger mit nützlichen Suchverzeichnissen - dauerte bis April 2008 und bedeutete für die beiden viele Besuche bei der Freien Presse und hin und wieder kalte Füße im Magazin der Stadtbibliothek. Erst danach entstand das Wiki mit der Möglichkeit für jeden, das Verzeichnis um Einträge zu erweitern und Änderungen vorzunehmen.
Das Wiki findet Sie künftig im Menüpunkt "Digitale Bibliothek" > "Skulpturen und Plastiken in der Chemnitzer Innenstadt".
Neue Datenbanken im Elektra Portal
Kennen Sie schon Elektra? In diesem Recherche-Portal der Stadtbibliothek stehen Ihnen zahlreiche bibliographische Datenbanken sowie Volltextdatenbanken kostenlos zur Verfügung.
Über einen Recherchebaum können Sie einzelne Fachdatenbanken oder fächerübergreifende Datensammlungen auswählen; die Suchmaske ermöglicht Ihnen eine simultane Recherche in den für Sie relevanten Quellen.
Einige der Elektra-Datenbanken sind nur für die Arbeitsplätze innerhalb der Bibliothek lizensiert. Sie können sich jedoch Ihre Rechercheergebnisse für den eigenen Gebrauch kopieren und wie gewohnt ausdrucken.
Das Angebot ist vielfältig und umfasst beispielsweise Nachschlagewerke, wissenschaftliche Volltexte, Gesetzestexte, Unternehmensdaten, Artikel aus regionaler und überregionaler Tages- und Wochenpresse sowie Beiträge aus fachspezifischen Zeitschriften wie etwa dem c't Magazin.
Ab sofort können Sie auch in drei neuen Datenbanken des Munzinger-Archivs recherchieren:
Das Kritische Lexikon zur deutschsprachigen Gegenwartsliteratur (KLG) ist ein bewährtes Standardwerk zur zeitgenössischen deutschsprachigen Literatur. Seit Jahrzehnten beschreibt das Lexikon umfassend und kenntnisreich aktuelle literarische Entwicklungen und nimmt sich dabei auch junger Schriftstellerinnen und Schriftsteller an.
Das Kritische Lexikon zur fremdsprachigen Gegenwartsliteratur (KLfG) stellt Leben und Werk herausragender zeitgenössischer SchriftstellerInnen vor, die die Literatur ihres Sprach- und Kulturraums prägen.
Ebenfalls neu in unserem Rechercheangebot ist die Datenbank Komponisten der Gegenwart (KDG). Es bietet sowohl übersichtliche Grundinformationen für Opern- und Konzertbesucher als auch detaillierte Analysen für die fundierte Auseinandersetzung mit den Komponisten der Gegenwart.
Seit 1913 gibt das Munzinger-Archiv "aktuelle und verlässliche Hintergrundinformationen" weiter und hat sich zum Ziel gesetzt,
"[...] dem Suchenden die gewünschte Antwort präzise zu liefern, ohne ihn einem Wust von Informationen auszusetzen, den zu sichten Zeit kostet und Verwirrung stiftet." (Quelle: Munzinger.de).
Sollten Sie einmal nicht in der Stadtbibliothek oder in den Datenbanken unserer Bibliothek fündig werden, können Sie über das Elektra-Portal auch im deutschen Buchhandel, antiquarischen Verzeichnissen oder in den Katalogen regionaler und bundesweiter Bibliotheken stöbern.
Nehmen Sie doch Kontakt zu unserem Bibliothekspersonal auf; bestimmt können wir Ihren gewünschten Titel bestellen oder eine Fernleihe über eine kooperierende Bibliothek auslösen!
Stadtbibliothek wieder länger geöffnet
Die Zentralbibliothek im TIETZ hat ab 1. Februar 2010 wieder Mo, Di, Do, Fr 10:00 –20:00 Uhr und samstags 10:00 –18:00 Uhr geöffnet.
Auf Beschluss des Stadtrates wurde ein Teil der beabsichtigten Haushaltskürzungen zurückgenommen. Die geringfügig Beschäftigten der Stadtbibliothek können wieder eingestellt und die Öffnungszeiten auf den alten Stand gebracht werden.
Der Bücherbus sowie die Ausleihstellen bleiben weiter in Betrieb.
Simson, Schwalbe & Co. Vom Moped zur Kultmaschine
Bald ist der Winter vorbei. Die Motorradsaison kann wieder beginnen.
Deshalb haben wir für Sie eine umfangreiche Präsentation aktueller Literatur von Moped- und Motorradtypen damals und heute zusammengestellt. Im Bereich Wissenschaft & Technik der Stadtbibliothek im DAStietz können Sie bis Mitte März Titel wie "Simson - Mopeds, Mokicks, Roller", "Motorräder aus Sachsen", "Reparaturhandbuch für das MZ- Motorrad TS 250", "Harley Davidson total" und "Das Schwalbe-Buch" entleihen. Betriebsanleitungen zur AWO 425, zum MZ-Motorrad ES 175 und ES 250 ergänzen das Angebot.
Foto Claudia Marx
Auch Bücher und DVDs zum Motorrad-Rennsport, vor allem zum legendären Sachsenring sowie Bücher und Karten zur Tourenplanung halten wir für Sie bereit.
Highlights der Präsentation sind ein Simson-Kleinroller - Schwalbe, eine Simson S53 und eine Suzuki Typ GS 500E, die Sie im Original bewundern können.
Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
Vom strukturierten Lesen und "schwebender Aufmerksamkeit"...
Ein Vergleich zwischen der Informationsaufnahme in der heutigen Zeit und der damaligen Qualitätsüberprüfung von gewebten Teppichen ist gar nicht mal so abwegig. Die zu prüfende Information (der Teppich oder der Informationsstrom eines Microbloggingdienstes wie Twitter) zieht am Auge des Betrachters vorbei und jener geht auf unterschiedliche Weise an die Informationsaufnahme und -analyse heran:
Der Informationsstrom wird in handliche Sektionen unterteilt und nach und nach strukturiert aufgenommen. Doch ist so etwas im informationsüberfluteten 21. Jahrhundert zeitlich überhaupt noch zu realisieren?
Der geübte Verstand erkennt auch bei rasch vorbeiziehenden Teppichen den Fehler im Gewebe wie auch informationsbegierige Individuen im Jahr 2010 durch "schwebende Aufmerksamkeit" in dichten Informationsströmen zwar sehr viele Informationen nur oberflächlich wahrnehmen, aber die wichtigen für sich herausfiltern können.
Warum wir das alles schreiben? Es ist nur eine - wenn wohl auch eine essentielle - Erkenntnis aus Dr. Lutz Gerlachs (TU Chemnitz) Vortrag beim Chemnitzer WebMontag, der am 18. Januar zum mittlerweile zweiten Male stattfand. Dass es verschiedene Typen von Informationsempfängern gibt, stellte der Uni-Forscher in seinem Referat über das Kommunikationstool Communote heraus. Communote funktioniert ähnlich wie Twitter, ist aber durch die Installationsmöglichkeit auf eigenen Servern auch zur internen Unternehmenskommunikation geeignet...
Übrigens: Auf die Frage hin, wer denn alles den bekannten Microbloggingdienst Twitter schon benutze, meldete sich ungefähr die Hälfte der insgesamt 65 WebMontag-Teilnehmer, doch das nur am Rande...
Diverse Arbeitsgruppen an verschiedenen Lehrstühlen der TU Chemnitz arbeiten bereits mit dem "Enterprise Microblogging"-Tool Communote. Effizienz ist bei solchen Formen der Projektorganisation natürlich immer sehr schwierig zu messen, zumindest ließ sich beobachten, dass die Kommunikationsteilnehmer sich und die jeweiligen Kommunikations- und Informationsverhalten besser kennenlernten. Die Wirkungsweisen und Erfahrungen der Teams kann man im Nachhinein am besten der WebMontag-Präsentation Lutz Gerlachs entnehmen:
Mehr als nur schwebende Aufmerksamkeit galt auch der Stadtbibliothek Chemnitz an diesem Abend. Die im zweiten Vortrag vorgestellte digitale Bibliothek ChemNetzBib stieß auf großes Interesse, die Ausleihmodalitäten jedoch zum Teil auf Unbehagen.
Im Gegensatz zur Musikindustrie verzichten die an der digitalen Ausleihe teilnehmenden Verlage noch nicht auf einen Kopierschutz. Folglich wird eine zeitlich begrenzte "Ausleihe" der eMedien durch "Digitales Rechtemanagement" (DRM) nachgebildet. Digitale Rechteverwaltung ist für die einen, nämlich für die Rechteinhaber der Inhalte, ein vermeintlicher Segen weil relativer Kopierschutz geboten wird, für viele Endnutzer jedoch ein Fluch, weil mit DRM-geschützten Dateien bestimmte, mitunter abschreckende, Bedingungen einhergehen: Wie in etwa im Falle der ChemNetzBib die bestimmte Ausleihfristen oder Betriebssysteme und Software, mit der die ausgeliehenen Medien geöffnet werden können.
Es ist daher ein dringendes Desiderat der Stadtbibliothek Chemnitz, in Zusammenarbeit mit der Partnerfirma DiViBib GmbH und anderen deutschsprachigen Bibliotheken die Nutzung der digitalen Ausleihe auch für weitere Betriebssysteme und populäre mobile Geräte wie iPod oder iPhone uneingeschränkt zu ermöglichen.
Und sonst? Die Vorträge mit anschließender Diskussion sind ja nur ein Teil des WebMontages. Vor und nach dem Programmteil kamen Studierende, "Businessmenschen" und "Hobbynetzwerker" wieder in lockerer Runde zusammen und tauschten Erfahrungen aus, vertieften das Gehörte, verglichen iPhone-Applikationen, sprachen über zukünftige Kooperationen und aktuelle Webtrends und twitterten mit dem Hashtag #wmc02 live vom 2. Chemnitzer WebMontag.
Der dritte WebMontag, voraussichtlich Ende März, Hashtag #wmc03, wird wieder im Café im Tietz stattfinden und in etwa unter dem großen Thema "Creative Commons, Open Access und freie Inhalte" stehen. Eine genaue Formulierung des Themas sowie einzelne Vortragsthemen werden wir noch bekanntgeben.
Links:
- YouTube-Videobeitrag zum 2. Chemnitzer WebMontag von Michael Pape (Breaking News TV)
- Fotos @ Flickr vom 2. Chemnitzer WebMontag:
Leon Weidauer, Patrick Schulze und Thomas Lörinczy
- XING-Gruppe Chemnitz
(Mitglieder erhalten automatisch Einladungen zu kommenden WebMontagen)
Vom Sorgenkind zum Sahnestück...
Wussten Sie, dass Purpur mit ca. 2 Mio. Euro pro Liter die teuerste Farbe der Welt ist? Und dass für 1 kg rote Farbe im Mittelalter auch 150.000 Kermesläuse nötig waren? Dass für die Herstellung des Beschreibbstoffs einer Handschrift die Häute einer ganze Ziegenherde verarbeitet wurden? Zu diesen enormen Materialkosten kam natürlich der unwahrscheinlich hohe Zeitaufwand, der für das Schreiben und Illuminieren von Handschriften nötig war.
Führt man sich diesen enormen Aufwand vor Augen, weiß man den Blick auf die alten Handschriften umso mehr zu schätzen. Einen solchen Einblick erhielten am vergangenen Mittwoch interessierte Besucher der Stadtbibliothek.
Die Bibliothekarin Sabine Schumann stellte neben der wertvollen Handschrift der Stadtbibliothek, der Biblia Latina von 1277, auch besondere Drucke des 16. bis 20. Jahrhunderts vor.
Weitere Glanzlichter in diesem "Gang durch die Jahrhunderte" waren die Eggestein-Bibel von ca. 1466 sowie das Buch "[...] Der göttliche und natürliche auch allgemeine chymische Steinbruch oder Chemnitz" (1680-1683) des Paulus Stein, in welchem die Suche nach dem Stein der Weisen, der alchmistischen Veredelung unedler Metalle zu edlen Metallen, beschrieben wird.
Unbedingt zu erwähnen ist auch die Hundertwasser-Bibel von 1995. Jedes Exemplar dieser auf 5.000 Stück limitierten Ausgabe ist ein Unikat, da der Einband handgefertigt ist.
Die "Förderer der Stadtbibliothek Chemnitz e.V." suchen ständig nach Buchpaten für die Restauration und Digitalisierung wertvoller Altbestände der Stadtbibliothek. Die aktuellen "Sorgenbücher" finden Sie hier. Angestrebt wird auch eine Digitalisierung der wichtigen Werke, um die wertvollen Bestände zu schonen und den Interessierten auch außerhalb der Bibliothek zugänglich zu machen. Fragen Sie uns!
Fotos:
Stadtbibliothek Chemnitz
Reduzierte Öffnungszeiten
Bitte beachten Sie die reduzierten Öffnungszeiten der Zentralbibliothek ab 1. Januar 2010:
Auf Grund kommunaler Sparmaßnahmen stehen der Stadtbibliothek für das Jahr 2010 voraussichtlich weniger Haushaltsmittel zur Verfügung als bisher. Deshalb müssen wir zu unserem Bedauern die Öffnungszeiten der Zentralbibliothek ab 04.01.2010 wie folgt reduzieren:
Mo, Di, Do, Fr 11 – 19:00 Uhr
Mi geschlossen
Sa 11 – 16:00 Uhr
WorldCat Mobile – unterwegs in Bibliotheken weltweit suchen
Für Smartphones und andere internetfähige Handhelds gibt es zur Recherche in internationalen Bibliotheksbeständen seit kurzem eine mobile Version des WorldCat unter der URL www.worldcat.org/m/.
Der WorldCat ist ein "Meta-Katalog". Ähnlich einer Meta-Suchmaschine, die mehrere Suchmaschinen gleichzeitig durchsucht, können beim WorldCat über eine einzige Suchanfrage Bestände von über 10.000 teilnehmenden Bibliotheken angezeigt werden. Mittlerweile liegen im WorldCat 1,4 Milliarden Bestandsnachweise vor.
Die Funktionsweise des WorldCat ist vergleichbar mit dem Karlsruher Virtueller Katalog (KVK), vor allem für unsere Mitarbeiter an den Beratungsplätzen ein wichtiges Rechercheinstrument für Bücher und Zeitschriften. Im KVK sind mittlerweile mehr als 500 Millionen Bücher und Zeitschriften verzeichnet. Weil gerade so viele deutsche Bibliotheken am KVK beteiligt sind, eignet sich dieser Meta-Katalog zum Beispiel gut für die Recherche zur Fernleihe innerhalb und zwischen den einzelnen Bibliotheksverbünden.
Anders als beim KVK ermöglicht der WorldCat aber auch Recherchen in Nonprint-Bibliotheksbeständen wie Musik oder Videos. Der WorldCat bietet gerade für Kunden eine intuitive Recherche mit vielen Filteroptionen über die bequeme "Faceted Search" und Möglichkeiten zur Individualisierung durch das Anlegen von privaten oder öffentlichen Listen und Bibliographien. Man merkt hierbei, dass OCLC, die Macher des WorldCat, bemüht sind, auf längere Sicht auch eine florierende Community wie LibraryThing zu etablieren; Möglichkeiten zum Schreiben von Rezensionen oder Vergeben von Tags sind erste Anzeichen dafür. Ob das angesichts dieses Bestandsvolumens gelingen mag, ist jedoch fraglich...
Auch ob die mobile Version des WorldCat ähnlich komfortabel daherkommt, probiert man am besten selbst mit dem eigenen Smartphone aus. Bei WorldCat Mobile handelt es sich derzeit um eine Betaversion; Feedback ist ausdrücklich erwünscht. Mehr Informationen zu WorldCat Mobile gibt es unter
http://www.worldcat.org/mobile/default.jsp.
Abschließend noch ein Tipp für Webbastler: Die WorldCat Basic API ist ab sofort für alle nichtkommerziellen Projekte frei verfügbar und ermöglicht das Einbauen der WorldCat-Suchabfrage und Metadatenexporte in eigene Webprojekte: http://worldcat.org/devnet/wiki/BasicAPIDetails
Neue Satzung ab 01.01.
Ab 1. Januar 2010 tritt die vom Chemnitzer Stadtrat am 16.12.2009 beschlossene neue Satzung und Gebührensatzung für die Stadtbibliothek Chemnitz in Kraft.
Allgemeine Bestimmungen und Aufgaben der Bibliothek wurden aktualisiert sowie die seit fünf Jahren stabilen Gebühren der allgemeinen Kostenentwicklung angepasst.
Die vollständige Satzung liegt in den Einrichtungen der Stadtbibliothek ab 4. Januar aus und ist ab diesem Zeitpunkt auf unserer Homepage im Punkt Service & Auskunft / Ausleih-ABC nachzulesen.
Treffer 31 bis 40 von 41









Sheik Yerbouti
Und ich dachte immer Bibliotheksbesucher können lesen... Aber: "Ein Blu-Ray-Player dagegen erkennt alle...
Kathrin Beckert
23.4.12 Ich las, kaum ein Stocken in der Stimme und das Zittern in den Händen waren nur leicht. Ich las,...
Steffi Fischer
Guten Tag Herr Roscher, Ich habe mir das Buch "Eledil und Krokofant" aus dem Jahre 1967 von Jürgen...
Steffi Fischer
Guten Tag Herr Roscher, im Internet finden sich nach etwas intensiverer Suche doch einige Gedichte,...
Ingo Roscher
Sehr geehrte Damen und Herren, ich bin auf der suche nach dem Gedicht von Krokofant und Eledil. Können...