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Claudia Hempel: Wenn Kinder rechtsextrem werden

14.01.2010 von Uwe Hastreiter

Claudia Hempel liest aus Protokollen von Gesprächen mit Eltern, die ihre Kinder eines Tages in Nazicliquen erblickten oder im Kinderzimmer Hakenkreuzfahnen fanden. Die Protokolle schildern Prozesse innerfamiliärer Entfremdung, Angst und Ohnmacht. Sie zeigen, wie Eltern das Entgleiten der eigenen Kinder sorgenvoll wahrnehmen und sich mit persönlichen Schuldfragen belasten. Die Protokolle belegen aber auch, dass "Nazikinder" kein Ergebnis familiärer Fehlleistungen oder Ausdruck pubertärer Emanzipation sind. Vielmehr macht C. Hempel erdrückende Problemlagen von gesellschaftlichem Ausmaß als Ursache aus.

Veranstalter: Sächsische Landeszentrale für politische Bildung / Evangelisches Forum

Zeit: Montag, 18. Januar, 19:00 Uhr

Ort: Stadtbibliothek im TIETZ, Veranstaltungssaal

Eintritt: frei

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