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Lesefutter für den eBook-Reader

22.06.2010 von Katrin Kropf

In letzter Zeit häuften sich in unserer Bibliothek die Anfragen nach eBooks für eBook-Reader. Klar, die Urlaubszeit steht vor der Tür und der Verreisende steht einmal mehr vor der großen Frage, wie viel Platz und Gewicht im Gepäck der Urlaubslektüre gewidmet wird. Die neuen Geräte beherbergen mehrere hundert Bücher auf wenigen hundert Gramm...

Mobilität ist hier sicher das schlagkräftigste Argument. Aber auch die e-Ink, hochauflösende elektronische Tinte, die nur beim Umblättern der Seite, nicht aber für die Seitendarstellung Strom benötigt, wirkt angenehmer auf die Augen als andere Computerbildschirme. Ob man nun mit einem digitalen Lesegerät auch noch Mp3s anhören oder seine Bilder verwalten können soll, sei hier einmal dahingestellt.

Gerade in den letzten Monaten hat sich der Markt für die eBook-Lesegeräte rasant weiterentwickelt; die Reader werden erschwinglicher und leistungsfähiger. Für 2010 sind beispielsweise neue Modelle des Cool-er Readers angekündigt, auch der B&N Nook erlebte jüngst erst einen großen Preissturz. Der vielgepriesene Textr Reader, unter anderem mit Mobilfunk-Onlinezugang, für den ständigen Abruf der gesamten eigenen Bibliothek, lässt leider immer noch auf sich warten.

Viele dieser Lesegeräte sind mit unserer ChemNetzBib kompatibel. HIER finden Sie eine aktuelle Liste der Reader, welche die ChemNetzBib-EPUBs darstellen können. EPUBs sorgen im Gegensatz zu PDFs für eine bildschirmangepasste Darstellung der Textseiten. Man kann also beliebig in einen Text hinein- und herauszoomen, ohne scrollen zu müssen...

Achten Sie bitte darauf, dass Sie für den eBook-Reader immer das EPUB-Format herunterladen. Die geschützten PDF sind leider nicht readerkompatibel.



Die 200 neuen EPUB-Titel umfassen hauptsächlich aktuelle belletristische Literatur. Laden Sie doch einmal unsere  Literaturnobelpreisträgerin für 2 Wochen auf Ihr Display, oder "Der Mann schläft" von Frau Müllers "Vereinskollegin" Sibylle Berg. Es ewarten Sie ebenso viele spannende Krimis, Fantasyliteratur und Historische Romane. Auch die Jugend kommt mit Titeln wie "Nach Hause schwimmen" von Rolf Lappert nicht zu kurz. Biographien und ausgewählte Sachbücher zu aktuellen Themen runden das EPUB-Angebot ab. Probieren Sie's aus:

www.ChemNetzBib.de

 

Vom strukturierten Lesen und "schwebender Aufmerksamkeit"...

22.01.2010 von Katrin Kropf

Ein Vergleich zwischen der Informationsaufnahme in der heutigen Zeit und der damaligen Qualitätsüberprüfung von gewebten Teppichen ist gar nicht mal so abwegig. Die zu prüfende Information (der Teppich oder der Informationsstrom eines Microbloggingdienstes wie Twitter) zieht am Auge des Betrachters vorbei und jener geht auf unterschiedliche Weise an die Informationsaufnahme und -analyse heran:

Der Informationsstrom wird in handliche Sektionen unterteilt und nach und nach strukturiert aufgenommen. Doch ist so etwas im informationsüberfluteten 21. Jahrhundert zeitlich überhaupt noch zu realisieren?

Der geübte Verstand erkennt auch bei rasch vorbeiziehenden Teppichen den Fehler im Gewebe wie auch informationsbegierige Individuen im Jahr 2010 durch "schwebende Aufmerksamkeit" in dichten Informationsströmen zwar sehr viele Informationen nur oberflächlich wahrnehmen, aber die wichtigen für sich herausfiltern können.

Warum wir das alles schreiben? Es ist nur eine - wenn wohl auch eine essentielle - Erkenntnis aus Dr. Lutz Gerlachs (TU Chemnitz) Vortrag beim Chemnitzer WebMontag, der am 18. Januar zum mittlerweile zweiten Male stattfand. Dass es verschiedene Typen von Informationsempfängern gibt, stellte der Uni-Forscher in seinem Referat über das Kommunikationstool Communote heraus. Communote funktioniert ähnlich wie Twitter, ist aber durch die Installationsmöglichkeit auf eigenen Servern auch zur internen Unternehmenskommunikation geeignet...
Übrigens: Auf die Frage hin, wer denn alles den bekannten Microbloggingdienst Twitter schon benutze, meldete sich ungefähr die Hälfte der insgesamt 65 WebMontag-Teilnehmer, doch das nur am Rande...

Diverse Arbeitsgruppen an verschiedenen Lehrstühlen der TU Chemnitz arbeiten bereits mit dem "Enterprise Microblogging"-Tool Communote. Effizienz ist bei solchen Formen der Projektorganisation natürlich immer sehr schwierig zu messen, zumindest ließ sich beobachten, dass die Kommunikationsteilnehmer sich und die jeweiligen Kommunikations- und Informationsverhalten besser kennenlernten. Die Wirkungsweisen und Erfahrungen der Teams kann man im Nachhinein am besten der WebMontag-Präsentation Lutz Gerlachs entnehmen:

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Mehr als nur schwebende Aufmerksamkeit galt auch der Stadtbibliothek Chemnitz an diesem Abend. Die im zweiten Vortrag vorgestellte digitale Bibliothek ChemNetzBib stieß auf großes Interesse, die Ausleihmodalitäten jedoch zum Teil auf Unbehagen.

Im Gegensatz zur Musikindustrie verzichten die an der digitalen Ausleihe teilnehmenden Verlage noch nicht auf einen Kopierschutz. Folglich wird eine zeitlich begrenzte "Ausleihe" der eMedien durch "Digitales Rechtemanagement" (DRM) nachgebildet. Digitale Rechteverwaltung ist für die einen, nämlich für die Rechteinhaber der Inhalte, ein vermeintlicher Segen weil relativer Kopierschutz geboten wird, für viele Endnutzer jedoch ein Fluch, weil mit DRM-geschützten Dateien bestimmte, mitunter abschreckende, Bedingungen einhergehen: Wie in etwa im Falle der ChemNetzBib die bestimmte Ausleihfristen oder Betriebssysteme und Software, mit der die ausgeliehenen Medien geöffnet werden können.

Es ist daher ein dringendes Desiderat der Stadtbibliothek Chemnitz, in Zusammenarbeit mit der Partnerfirma DiViBib GmbH und anderen deutschsprachigen Bibliotheken die Nutzung der digitalen Ausleihe auch für weitere Betriebssysteme und populäre mobile Geräte wie iPod oder iPhone uneingeschränkt zu ermöglichen.

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Und sonst? Die Vorträge mit anschließender Diskussion sind ja nur ein Teil des WebMontages. Vor und nach dem Programmteil kamen Studierende, "Businessmenschen" und "Hobbynetzwerker" wieder in lockerer Runde zusammen und tauschten Erfahrungen aus, vertieften das Gehörte, verglichen iPhone-Applikationen, sprachen über zukünftige Kooperationen und aktuelle Webtrends und twitterten mit dem Hashtag #wmc02 live vom 2. Chemnitzer WebMontag. 

Der dritte WebMontag, voraussichtlich Ende März, Hashtag #wmc03, wird wieder im Café im Tietz stattfinden und in etwa unter dem großen Thema "Creative Commons, Open Access und freie Inhalte" stehen. Eine genaue Formulierung des Themas sowie einzelne Vortragsthemen werden wir noch bekanntgeben.


Links:

- YouTube-Videobeitrag zum 2. Chemnitzer WebMontag von Michael Pape (Breaking News TV)

- Fotos @ Flickr vom 2. Chemnitzer WebMontag:

Leon Weidauer, Patrick Schulze und Thomas Lörinczy

- #TWC-Netzwerk

- XING-Gruppe Chemnitz
(Mitglieder erhalten automatisch Einladungen zu kommenden WebMontagen)

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