. .
Sie befinden sich hier: Startseite » Hans Hartmann

Hans Hartmann

Sein Leben

Hans Hartmann erblickte am 19. Dezember 1888 in Chemnitz als jüngstes Kind von Arnold und Flora Hartmann das Licht der Welt. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Leipzig war er Frontkämpfer im Ersten Weltkrieg. Im Dezember 1918 kehrte er an seinen Geburtsort zurück und ließ sich als selbstständiger Rechtsanwalt in der Inneren Klosterstraße 12 nieder. Im Jahre 1920 heiratete er Regina Flieg, die Tante von Stefan Heym, und bekam mit ihr zwei Söhne. In den nachfolgenden Jahren wurde Hartmann mehrmals in den Vorstand der Chemnitzer jüdischen Gemeinde gewählt. 1935 wurde er Vorstandsmitglied der Genossenschaftsbank Iwria. Zudem wählte man ihn zwei Jahre später in den Ausschuss für die „Jüdische Zeitung für Mittelsachsen“. Des Weiteren engagierte er sich in zahlreichen jüdischen Vereinen und Hilfsorganisationen und war Mitglied der Chemnitzer „Kunsthütte“ sowie des Jüdischen Sportklubs Schild.

Im März 1939 ist er in den Vorstand der Chemnitzer Israelitischen Religionsgemeinde gewählt worden. Am 17. Oktober 1939 wurde Hartmann verhaftet und im Juli des darauf folgenden Jahres nach Sachsenhausen verschleppt. Wenige Monate später brachte man ihn schließlich in Dachau unter, wo er am 5. Februar 1941 an „Versagen von Herz und Kreislauf“ verstarb. In den Beerdigungsunterlagen gab man „Lungenentzündung“ als Todesursache an. „Mit dieser Formulierung wurden bekanntlich häufig die tatsächlichen Todesumstände von den NS-Behörden verschleiert.“

Hauptnavigation.
ChemnetzBib Stadteulen Refugees Welcome A A A Seite drucken