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Sommerleseclub

eine Idee zur Leseförderung setzt sich durch!

Sommerleseclubs gehören inzwischen zum festen Bestandteil des Sommerferienprogramms vieler öffentlicher Bibliotheken. Die Idee wurde nach dem Vorbild des „Summer Reading Club“ der Stadtbibliothek Los Angeles erstmals 2002 von der Stadtbibliothek Brilon (NRW) in Deutschland aufgegriffen und erfolgreich übernommen. Seither hat der Sommerleseclub Einzug in viele Bibliotheken in NRW und inzwischen in ganz Deutschland gehalten.

Grundidee

Der Sommerleseclub wendet sich an Schüler/-innen zwischen 10 und 16 Jahren, die sich in ihrer Stadtbibliothek dafür angemeldet haben. Wer in den Sommerferien mindestens 3 der dort speziell ausgewählten „Club“-Bücher gelesen und einige Fragen dazu beantwortet hat, bekommt ein Zertifikat und legt es nach den Ferien dem Deutschlehrer vor. So kann man bereits während der Sommerferien etwas für die Deutschnote tun, denn die Zertifikate werden in den Schulen der beteiligten Städte anerkannt.

Für öffentliche Bibliotheken bietet der Sommerleseclub eine hervorragende Gelegenheit zur Kooperation mit Schulen, er ist sponsorentauglich, äußerst medienwirksam und vor allem: Er macht Lust aufs Lesen und bringt Jugendliche in die Bibliothek!

Ziele

  • Vordergründig geht es um Spaß am Lesen!Selbstverständlich wird durch dieses Angebot die Lesekompetenz, das Textverständnis und die Ausdrucksfähigkeit gefördert.

  • Selbstverständlich wird durch dieses Angebot die Lesekompetenz, das Textverständnis und die Ausdrucksfähigkeit gefördert. Neue Bibliothekskunden der Zielgruppe 10 bis 16 Jahre werden gewonnen.

  • Die Kooperation mit Schulen wird durch die Zertifizierung positiv beeinflusst.

  • Das Image der Bibliothek wird politisch gestärkt.

Unter dem Motto "Beim Lesen tau ich auf" beteiligte sich die Stadtbibliothek Chemnitz als eine von 20 sächsischen Bibliotheken 2011 zum zweiten Mal erfolgreich an der Aktion.

Insgesamt nahmen 317 (229 im Jahr 2010) Schüler und Schülerinnen teil, davon waren 93 Jungen und 224 Mädchen. 1390 Ausleihen (1035 im Sommer 2010) dokumentieren, dass die Medienauswahl bei den Jugendlichen gut ankam. Die Leseclubmitglieder haben im Durchschnitt nicht nur die 3 fürs Zertifikat geforderten, sondern 4,4 Bücher gelesen. Der Spitzenreiter allein las 25 Bücher. Eine schöne Erfahrung für die Bibliothekare war, dass die Jugendlichen sehr gern und ausführlich über „ihre“ Clubbücher berichtet haben.

Zur Ausleihe standen 500 aktuelle und vor allem spannend-unterhaltsame Titel. Die Mitglieder des Leseclubs konnten von einem gezielt ausgewählten, vielfältigen Buchangebot profitieren.

Die Clubkarte war kostenlos und völlig unkompliziert zu bekommen und nicht an die Mitgliedschaft der Stadtbibliothek gebunden. Dazu erhielt jedes Clubmitglied ein Leselogbuch, in das dann mindestens drei nachweisbar gelesene Clubbücher eingetragen wurden. Wer das bis zum Ende der Sommerferien schaffte, erhielt auf der Abschlussparty am 02.09.2011 die Belohnung: das Zertifikat über die erfolgreiche Teilnahme am Leseclub im Sommer. Es ist von der Stadtbibliothek Chemnitz und der Sächsischen Bildungsagentur, Regionalstelle Chemnitz, unterzeichnet und kann der persönlichen Bewerbungsmappe beigefügt werden.

Deutschlehrer können im laufenden Schuljahr zudem die Leseerfahrungen Ihrer Schülerinnen und Schüler aufgreifen und die Möglichkeit bieten, die spannende Ferienlektüre vorzustellen.

Der Buchsommer Sachsen ist eine Leseförderungs-Initiative für Jugendliche von Bibliotheken in Sachsen und der Sächsischen Landesfachstelle für Bibliotheken in Kooperation mit der Sächsischen Bildungsagentur. Weitere Informationen gibt es unter:
www.buchsommer-sachsen.de.

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