Die wahre Geschichte eines mutigen Kapitäns und seiner jüdischen Passagiere.
Graphic Novel von Sara Dellabella (Text) und Alessio Lo Manto (Illustration) - Präsentation und Gespräch mit der Übersetzerin Anja Kootz im Rahmen des Projektes Literaturforum Bibliothek
Ort: Zentralbibliothek, GamingArena
Eintritt: frei
Eine eindrückliche Graphic Novel über ein fast vergessenes Kapitel deutscher Geschichte
Am 13. Mai 1939 verlässt die St. Louis den Hamburger Hafen mit dem Ziel Kuba. An Bord befinden sich 937 jüdische Passagiere, in der Hoffnung, dem Terror der Nazis zu entkommen und in Kuba Zuflucht zu finden. Doch kurz vor der Ankunft werden die Hoffnungen der Flüchtenden zerstört: Die kubanische Regierung verweigert fast allen die Einreise. Auch die USA und Kanada lehnen das Schiff ab. Kapitän Gustav Schröder setzt alles daran, einen sicheren Hafen zu finden. Doch wohin, wenn niemand sie aufnehmen will?
Diese eindringliche Graphic Novel erzählt die wahre Geschichte von Flucht, Mut, Menschlichkeit und dem moralischen Versagen der internationalen Gemeinschaft: atmosphärisch, historisch fundiert und bewegend. Ergänzt wird die eindrucksvolle Erzählung durch ein Zeitzeugeninterview des Überlebenden Sol Messinger, ein Vorwort des Shoah-Museums in Rom, sowie die offizielle Entschuldigung der kanadischen Regierung aus dem Jahr 2018.
Ein starkes Stück Erinnerungskultur, das zeigt, was Zivilcourage bedeutet – damals wie heute. Und warum es so wichtig ist, hinzusehen.
Geeignet für Jugendliche ab 13 Jahren.
Anja Kootz (auch bekannt unter dem Künstlernamen Anja Kapunkt) wurde 1977 in Mecklenburg geboren und absolvierte ihr Studium der Amerikanistik, Kulturwissenschaften und Germanistik in Berlin. Nach längeren Auslandsaufenthalten in New York und Paris arbeitet sie heute als freiberufliche Übersetzerin, Lektorin, Autorin und Fotografin. Sie übersetzt literarische Texte aus dem Englischen und Französischen ins Deutsche, darunter Werke für den Septime Verlag. Neben ihrer übersetzerischen Tätigkeit engagiert sie sich im Vorstand des Vereins Fähre e. V. – Forum für Literarische Übersetzung in Sachsen. Zudem ist sie als Fotografin aktiv: Ihre Porträtserie „Plainly Visible“, die literarische Übersetzerinnen und Übersetzer zeigt, war unter anderem im Literaturhaus Leipzig zu sehen.
Die Veranstaltungsreihe Literaturforum Bibliothek wird vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus gefördert und vom Bibliotheksverband Sachsen organisiert. Das Projekt wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.