Ein jüdischer Deutscher auf Widerruf?
Stefan Heyms Lebenszeugnisse in Cambridge und Chemnitz
Termin: Mittwoch, 26. August, 18 Uhr
Ort: TIETZ, Stefan-Heym-Forum (3. Etage)
Eintritt: frei
Mit dem Sterben der Zeitzeugen des 20. Jahrhunderts werden deren schriftliche Nachlässe immer wichtiger. Stefan Heym (1913 – 2011) vermachte seine Manuskripte, Korrespondenzen und Videoaufzeichnungen 1993 überraschend der Universitäts-bibliothek in Cambridge. Misstraute er seinen Deutschen? War er, der jüdische Exilant, der amerikanische Soldat, der streitbare Schriftsteller in der DDR, der 2001 in Israel starb, ein „jüdischer Deutscher auf Widerruf“? Der Bildervortrag präsentiert einige der eindrucksvollen Dokumente aus Cambridge und Chemnitz und plädiert für digitale Zugänge.
Prof. Dr. Thomas Bürger war bis 2018 Generaldirektor der SLUB. Im Jahr 2023 arbeitete er als Gast des Trinity College drei Monate in Cambridge, davon drei Wochen im Stefan Heym Archive der Cambridge University Library.
Eine Veranstaltung zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen, in Kooperation mit der Internationalen Stefan-Heym-Gesellschaft, der Sächsischen Landeszentrale für politische Bildung und der Sächsischen Bibliotheksgesellschaft