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Zentralbibliothek

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16.08.2022
von Sabine Schumann

Kulturerbe vor dem Verfall gerettet

Zum besonders wertvollen Kulturgut im Bestand der Stadtbibliothek Chemnitz gehören circa 3.500 bis 1850 erschienene Medien. Darunter sind mittelalterliche Handschriften, Inkunabeln und Drucke des 16. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Durch Nutzung, Kriegseinwirkungen, Brände, Wasser, Umzüge und ungünstige Lagerungsverhältnisse über die Jahrhunderte hinweg haben diese erhebliche Schäden entwickelt. Um dieses bedeutsame kulturelle Erbe für die Nachwelt zu erhalten veranlasst die Stadtbibliothek Chemnitz kontinuierlich Restaurierungen.

Durch Fördermittel der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK) konnten erneut wertvolle Exponate aus dem Bestand der Stadtbibliothek Chemnitz restauriert werden. So die „Heydenweldt“ des Pfarrers Johannes Herold und fünf Bände mit Werken von Hans Sachs.

Die 1554 in Basel erschienene „Heydenweldt“ des Pfarrers Johannes Herold widmet sich dem Altertum und seiner Götterwelt. In einer Tafel auf der Rückseite des Titelblattes listet Herold die von ihm zitierten Autoren auf. Zu den prominentesten Zeitgenossen zählt der 1494 in Glauchau geborene Georgius Agricola, der als Bürgermeister der Stadt Chemnitz die Stadt in schweren Zeiten leitete und als Universalgelehrter Schriften zu verschiedenen Themen, vor allem Berg- und Hüttenkunde, verfasste. Weltbekannt wurde seine 1556 erschienene „De re metallica“ (12 Bücher vom Berg- und Hüttenwesen), eine einmalige historische Quelle zur Lehre von Bergbau und Hüttenwesen, zur Aufbereitung, Geologie und Mineralogie. Herold waren Agricolas Schriften bekannt. Er nennt ihn in einer Reihe mit Sokrates, Aristoteles, Cicero und Sophokles.

Die ebenso restaurierten fünf Bände der Kemptener Ausgabe von Werken des Hans Sachs, erschienen zwischen 1612 und 1616, stammen aus der Bibliothek des Chemnitzer Lyceums, wie ein Stempel und die Einbandprägung „pro schol“ belegen.

Die 1399 erstmals urkundlich erwähnte und bis 1835 existierende Bildungseinrichtung war eine der vier bedeutenden sächsischen Lateinschulen, deren Bildungskanon Knaben auf ein universitäres Studium vorbereitete. Im öffentlichen Leben spielte die Chemnitzer Lateinschule eine beachtete Rolle, wozu auch zahlreiche Theateraufführungen im Herzen der Stadt beitrugen. So verwundert es nicht, dass eine Hans-Sachs-Ausgabe zum Bibliotheksbestand des Lyceums gehörte.

Hans Sachs (1494-1576), Nürnberger Schuhmacher und Poet, schuf ein umfangreiches, vielgestaltiges Werk, bestehend aus Meistergesang, Spruchdichtung, Theaterspiel und Prosadichtung. Schon zu seinen Lebzeiten wurden Sachs´ Werke, die von Lebensnähe, von witzigen Einfällen und drastischer Komik geprägt sind, gelesen und gespielt.

Durch Papierbearbeitung, Stabilisierung der Heftung, Einbandrestaurierung und Ergänzung fehlender Schließen konnte der desolate Zustand der Bände behoben und damit die Grundlage für den Erhalt des wertvollen Kulturguts und dessen Nutzung geschaffen werden.

Ausgehend von der KEK-Förderung 2021 in Höhe von 5.000 Euro wurde das Zentrum für Bucherhaltung in Leipzig mit der Restaurierung beauftragt.

Gefördert wurde die Restauration durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM), die Kulturstiftung der Länder (KSL) und der Koordinierungsstelle für die Erhaltung des schriftlichen Kulturguts (KEK).

Für 2022 wurde die Förderung der Restaurierung von sieben Inkunabeln beantragt und bestätigt. Und auch im Jahr 2023 möchte die Stadtbibliothek Chemnitz wieder diese Förderangebote in Anspruch nehmen.

 

 

 

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